Liebe Leserin, lieber Leser,
der weiterhin verhaltene Transaktionsmarkt spiegelte sich auf der MIPIM in verhaltenen Besucherzahlen wider. Auch beim März-Immobilienklima bleibt die Stimmung trotz leichter Verbesserungen gedämpft.
Im Marktgeschehen beobachten die Teilnehmer, dass positive konjunkturelle Impulse in Deutschland noch auf sich warten lassen. Entsprechend zeigen sich sowohl der Mietmarkt als auch das Transaktionsvolumen weiterhin in einer Seitwärtsbewegung. Der staatliche Verschuldungsimpuls für Verteidigung und Infrastruktur beginnt nach und nach in einzelnen Assetklassen Wirkung zu entfalten. Vereinzelt gibt es erste Anzeichen einer möglichen Erholung – allerdings handelt es sich dabei noch um ein sehr frühes und vorsichtiges Hoffen. Umso wichtiger ist es, mit einer gewissen Zuversicht im Markt präsent zu bleiben, um potenzielle Chancen wahrnehmen zu können.
Mit Blick auf die Zinsentwicklung zeigt der jüngste Anstieg erneut die bestehende Volatilität und die Anfälligkeit gegenüber externen Ereignissen, die unmittelbar Inflationssorgen auslösen. Unverändert gehen wir von einem moderaten Anstieg des Zinsniveaus aus, auch wenn weitere externe Einflüsse leider weiterhin nicht auszuschließen sind.
Bei der Betrachtung der einzelnen Assetklassen ist insbesondere im Logistiksegment eine deutliche Belebung der Mietnachfrage zu beobachten. Im Hotelsektor bleibt die Auslastung stabil auf einem guten Niveau. Während Büroflächen vor allem in Toplagen erfolgreich sind, bleibt Wohnen „Everybody’s Darling“. Gleichwohl bedarf es erheblicher Anstrengungen der Privatwirtschaft, deren öffentlicher Unterstützung und insgesamt ein unternehmerfreundlicheres Umfeld, um den sozialen Sprengstoff der Wohnungskrise nachhaltig zu entschärfen.
Die Deutsche Hypo ist bereit und für Sie da. Sprechen Sie uns gerne an!
Ihr
Harald Nolterieke
Leiter Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance München
Zaghafte Stimmungsaufhellung beim Immobilienklima
Im März 2026 zeigt sich das Immobilienklima leicht verbessert. In der 219. Monatsbefragung des Deutschen Hypo Immobilienklimas unter rund 1.000 Immobilienexpertinnen und ‑experten steigt der Index gegenüber dem Februar um 0,7 % auf 91,2 Punkte.
Getragen wird diese Entwicklung vom Ertragsklima, das um 3,1 % zulegt und 95,4 Punkte erreicht. Das Investmentklima hingegen setzt seinen rückläufigen Trend fort und sinkt um 2,0 % auf 87,0 Punkte.
Uneinheitliche Entwicklung in den Segmenten
Innerhalb der einzelnen Nutzungsarten zeigt sich im März ein differenziertes Bild. Das Handelklima verbessert sich um 1,2 % auf 79,0 Punkte. Das Logistikklima legt deutlich zu, überschreitet erneut die 100‑Punkte‑Marke und steigt um 4,9 % auf 103,4 Punkte. Das Wohnklima gibt leicht nach (‑0,7 %), bleibt mit 141,9 Punkten jedoch weiterhin Spitzenreiter. Das Hotelklima entwickelt sich nahezu seitwärts und notiert mit einem minimalen Rückgang von 0,1 % bei 103,2 Punkten.
Im Jahresvergleich bleibt die Stimmung insgesamt verhalten. Alle Segmente verzeichnen gegenüber dem Vorjahr Rückgänge, wobei sich das Wohnklima erneut als vergleichsweise stabil erweist. Eine klare Trendwende ist bislang nicht erkennbar, die Stimmung bleibt auf einem niedrigen Niveau.
Zahlen des Monats:
91,2 Punkte: Immobilienklima steigt an
+1,2 %: Handelklima kann sich leicht erholen
+4,9 %: Starker Zuwachs beim Logistikklima
141,9 Punkte: Wohnklima weiterhin Spitzenreiter
Eine ausführliche Darstellung des Immobilienklimas finden Sie hier: Deutsche Hypo-Immobilienklima