Aktuelles/Immobilienfinanzierung

Stabile Entwicklung beim Immobilienklima zum Jahresende

Liebe Leserin, lieber Leser,

hinter uns liegt ein Jahr mit Ereignissen für ein ganzes Jahrzehnt: hat uns zunächst noch die Corona-Pandemie beschäftigt, sind mit dem Krieg in der Ukraine, explodierenden Energiepreisen, der hohen Inflation, sich mittlerweile wieder reduzierten Lieferengpässen sowie Rezessionsängsten weitere Themen hinzugekommen. Daneben stellen der Fachkräftemangel und die Klimakrise zusätzliche langfristige Herausforderungen für die Branche dar.

Mit der geldpolitischen Kehrtwende der EZB und dem Ende der Niedrigzinsphase hat zudem eine bisher kaum gekannte Volatilität bei den Langfristzinsen und damit auch bei der Rendite/den Faktoren von Immobilien Einzug gehalten. Ob die Inflation mit den aktuellen Maßnahmen wirklich mittelfristig wieder in Richtung der angestrebten 2-Prozent-Marke gebracht werden kann, wird sich zeigen. Immerhin hat nach den erratischen Zinsbewegungen die Volatilität der mittel- und langfristigen Zinskurven in den letzten Wochen abgenommen.

Ich blicke zuallererst mit der Hoffnung auf Frieden in Europa auf das Jahr 2023. Auf unsere Branche bezogen kann ein weniger volatiler Zinsmarkt mehr Transaktionssicherheit für 2023 versprechen. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich frohe Weihnachtstage und einen guten Start in das neue Jahr.

Herzlichst,

Ihr Frank Schrader

 

Stabile Entwicklung beim Immobilienklima zum Jahresende

Die 180. Monatsbefragung des Deutsche Hypo Immobilienklimas zeigt zum Jahresende erneut eine leichte Stimmungsaufhellung der rund 1.200 befragten Immoilienexpert*innen: Gegenüber dem Vormonat steigt der Index im Dezember um 0,7 % auf nun 69,8 Zählerpunkte. Dabei entwickeln sich Ertrags- und Investmentklima gegenläufig. Insbesondere das Ertragsklima trug mit einem Zuwachs von 1,8 % auf 91,0 Punkte wesentlich zu der positiven Tendenz bei. Das Investmentklima nahm hingegen um 1,1 % ab und steht jetzt bei 50,2 Punkten.

Im Jahresresümee ist insgesamt ein deutlich rückläufiger Trend zu verzeichnen: Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres fällt das Immobilienklima erheblich (-33,6 %). Verglichen mit dem Höchststand von 105,6 Zählerpunkten im Februar dieses Jahres zeigt sich ein deutliches Stimmungsgefälle von insgesamt -33,9 %.

 

Wohnklima setzt Negativserie zum Jahresende fort

Bereits seit Mai weist das Wohnklima eine negative Entwicklung auf. Zum Jahresende sinkt es erneut um 2,7 % auf nun 86,2 Punkte. Das Büroklima verzeichnet im Gegensatz zum Vormonat ebenfalls einen leichten Rückgang um 0,7 % auf nun 66,9 Punkte.

Das Logistikklima bleibt mit 11,6 Punkten (+0,5 %) weiterhin Spitzenreiter unter den betrachteten Assetklassen. Eine Stimmungsaufhellung zeichnet sich in den Assetklassen Hotel und Handel ab. Das Hotelklima steigt zum Jahresende um 4,4 % auf 74,3 Zählerpunkte. Das Handelklima konnte im Dezember den deutlichsten Anstieg verbuchen: Es erhöht sich um 5,9 % auf 45,8 Punkte. Im Jahresrückblick ist das Handelklima dennoch mit deutlichem Abstand der große Verlierer und bleibt hinsichtlich des Punktescores auf dem Schlussrang.

 

Zahlen des Monats:

69,8 Punkte:               Immobilienklima im Dezember stabil

74,3 Punkte:               Hotelklima weiterhin positiv

-2,7 %:                        Wohnklima verzeichnet erneut einen Rückschlag´

+5,9 %:                        Handelklima wächst am stärksten

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