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Fachmarktzentren als Stabilitätsanker? Marktpotenziale in Deutschland und Europa

Neue Studie: Fachmarktzentren bleiben attraktiv, die Qualität entscheidet

Fachmarktzentren haben sich im Einzelhandel als vergleichsweise widerstandsfähiges Immobiliensegment etabliert. Ihre Nahversorgungsfunktion, ein häufig lebensmittelgeankerter Mietermix und langfristige Mietverträge tragen zu stabilen Kundenfrequenzen und verlässlichen Erträgen bei. Zugleich treten die Unterschiede zwischen einzelnen Standorten und Objekten deutlicher hervor. Das zeigt die neue Studie „Fachmarktzentren als Stabilitätsanker? Marktpotenziale in Deutschland und Europa“ der Deutschen Hypo – NORD/LB Real Estate Finance.

Die Studie analysiert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Vermietungs-, Investment- und Entwicklungsperspektiven von Fachmarktzentren in Deutschland und ausgewählten europäischen Märkten. Neben dem Vereinigten Königreich, Frankreich und den Niederlanden werden die nordischen Märkte mit Schwerpunkt Schweden sowie Spanien und Polen betrachtet.

In Deutschland bleibt das wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll. Trotz der moderaten konjunkturellen Erholung entwickelt sich der private Konsum weiterhin verhalten. Gefragt bleiben daher vor allem nahversorgungs-, preis- und bedarfsorientierte Handelsformate. Konsumabhängige Non-Food-Segmente stehen dagegen unter einem stärkeren strukturellen Anpassungsdruck.

Der deutsche Vermietungsmarkt für Fachmarktzentren zeigt sich insgesamt robust. Besonders gefragt sind moderne, gut erreichbare und lebensmittelgeankerte Objekte. Auch am Investmentmarkt behauptet sich das Segment: Im ersten Halbjahr 2026 konnten lebensmittelgeankerte Fachmarktzentren ihren Anteil am deutschen Einzelhandelsinvestmentvolumen weiter ausbauen.

„Fachmarktzentren verfügen durch ihre Versorgungsfunktion und ihre häufig langfristigen Mietverhältnisse über eine robuste Grundlage. Die Zugehörigkeit zum Segment allein ist jedoch kein Garant für eine langfristig stabile Wertentwicklung. Entscheidend sind Standort- und Objektqualität, ein tragfähiger Mietermix, flexible Nutzungsmöglichkeiten und der energetische Zustand der Immobilie“, erklärt Ingo Martin, Leiter Origination Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance.

Auch im europäischen Vergleich weisen Fachmarktzentren eine überdurchschnittliche Performance auf und übertrafen zuletzt den europäischen Immobilienmarkt insgesamt. Die Potenziale unterscheiden sich jedoch deutlich nach Land und Marktreife. In den etablierten westeuropäischen Märkten stehen vor allem die Modernisierung, Repositionierung und Optimierung bestehender Standorte im Mittelpunkt. Spanien und insbesondere Polen bieten darüber hinaus Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten.

Damit bleiben Fachmarktzentren eine resiliente und ertragsorientierte Subassetklasse. Ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit hängt jedoch maßgeblich von der Qualität des jeweiligen Standorts und Objekts, der energetischen Zukunftsfähigkeit sowie einem aktiven Asset Management ab.

Austausch auf der EXPO REAL 2026

Welche Perspektiven bieten Fachmarktzentren und welche Faktoren bestimmen künftig ihren Erfolg? Die EXPO REAL 2026 vom 5. bis 7. Oktober in München bietet Gelegenheit, sich über diese und weitere aktuelle Fragen der gewerblichen Immobilienmärkte auszutauschen. Die Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance ist in Halle C1, Stand 312 vertreten.