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Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2020

Die Deutsche Hypo hat am heutigen Tag den vollständigen Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht. Sie finden diesen im Download-Bereich. Lesen Sie hier schon einmal das Interview des Vorstands. Andreas Rehfus und Christian Veit berichten über die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2020.

 

Das Jahr 2020 hat innerhalb kürzester Zeit viele Selbstverständlichkeiten über den Haufen geworfen. Wie sind Sie und die Deutsche Hypo mit der Corona-Pandemie umgegangen?

Rehfus: Als Mitte März 2020 klar wurde, dass es zu Einschränkungen kommen würde, mussten wir zur Aufrechterhaltung unseres Geschäftsbetriebs sehr schnell reagieren. Ein eigens eingerichtetes Lageteam hat teilweise täglich die Auswirkungen von Covid-19 auf die Deutsche Hypo bewertet. Mit der Umsetzung vielfältiger Maßnahmen haben wir zum Schutz unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner auf das Infektionsgeschehen und die von den Behörden verfügten massiven Einschränkungen reagiert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir es geschafft, alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein rollierenden Homeoffice Konzept zu bringen und unseren Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen weiter zu betreiben. Unsere Kunden konnten sich in dieser Zeit voll auf uns verlassen.

Veit: Meine Berufung als Vorstandsmitglied der Deutschen Hypo zum 1. September 2020 fiel natürlich genau in die Corona-Zeit. Es war mitunter schwierig, mich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönlich vorzustellen. Aus diesem Grund haben wir ein Vorstellungsvideo gezeigt und fortan die Nutzung virtueller Kommunikationsmedien gestärkt. Als Marktfolgevorstand war ich natürlich in hohem Maße mit Herausforderungen der Risikosituation im Pandemieumfeld gefordert. In verschiedenen Expertenteams wurden sowohl die Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der Deutschen Hypo als auch die Kreditbestände in allen Teil-Assetklassen analysiert. Neben der Beobachtung der von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Objektarten mussten einige wenige Finanzierungen permanent überwacht werden. Auf Basis der konservativen Risikopolitik der Deutschen Hypo überraschte es mich nicht, dass nur wenige Corona-bedingte Stundungsanfragen von unseren Kunden gestellt wurden.

 

Wie hat sich die Geschäftsentwicklung der Deutschen Hypo im Jahr 2020 dargestellt?

Rehfus: Nach zwei sehr erfolgreichen Monaten im Januar und Februar 2020 ging das Neugeschäftsvolumen der Bank im Zuge der Corona-bedingten geringeren Kreditnachfrage und einer zurückhaltenden und vorsichtigen Kreditvergabe ab März deutlich im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die zumindest zwischenzeitliche leichte Entspannung der Pandemie-Lage sorgte im zweiten Halbjahr wieder für ein Anziehen der Kreditnachfrage und einen deutlichen Anstieg im Neugeschäft. Insgesamt erzielten wir ein Neugeschäftsvolumen von insgesamt 2,3 Mrd. € (Vj. 3,0 Mrd. €). Positiv zu vermerken ist zudem, dass wir unser Kostensenkungsprogramm im abgelaufenen Jahr abgeschlossen haben. Damit erreichten wir Effizienzsteigerungen bei den bankinternen Prozessen und verbesserten die technische Infrastruktur der Bank durch Digitalisierung interner Abläufe.

Veit: Angesichts der bereits angesprochenen Herausforderungen des Jahres 2020 kann die Deutsche Hypo auf ein durchaus zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2020 zurückblicken. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erreichte 43,5 Mio. € (Vj. 55,1 Mio. €). Die rückläufige Ergebnisentwicklung ist dabei auf Zuführungen zu Pauschalwertberichtigungen zurückzuführen. Diese haben wir gebildet, um den Unsicherheiten vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen. Trotz allem lag der Anteil an ausgefallenen Finanzierungen bislang weiterhin auf historisch niedrigem Niveau. Dies unterstreicht unsere in den letzten Jahren konsequent verfolgte Fokussierung auf eine gute Qualität im Immobilienfinanzierungsportfolio.

 

Im Dezember 2020 wurde die Integration der Deutschen Hypo in die NORD/LB beschlossen. Was bedeutet dies für die Bank?

Rehfus: Als langjähriger Mitarbeiter und Vorstand der Deutschen Hypo macht mich die Integration der Deutschen Hypo natürlich auch ein wenig wehmütig. In der fast 150-jährigen Geschichte wurde eine herausragende Bank geformt. Hinter der Deutschen Hypo stehen tolle und engagierte Mitarbeiter, die ein hohes Ansehen im Immobilienfinanzierungssektor genießen. Gut ist, dass die Marke Deutsche Hypo nicht verloren geht. Es liegt jetzt an uns, diese Errungenschaften mit in die NORD/LB zu überführen. Das wird uns sicherlich gelingen. Die Vorbereitungen für den Übergang zum 1. Juli 2021 laufen bereits auf Hochtouren.

Veit: Es ist ganz wichtig zu betonen, dass die Deutsche Hypo eine ertragsstarke Säule ist und das Kompetenzzentrum für die gewerbliche Immobilienfinanzierung im NORD/LB Konzern bleiben wird. Auch unsere etablierten grünen Produkte – Green Bond und Green Loan – werden weitergeführt und weiterentwickelt. Wir legen großen Wert auf nachhaltige Objekte, sodass wir uns das Ziel gesetzt haben den Anteil an Finanzierungen von Green Buildings bis 2025 auf ein Drittel unseres Bestands zu erhöhen und somit die Qualität des Immobilienfinanzierungsbestands zu verbessern. Unsere Kunden werden nicht nur ihre Ansprechpartner behalten, sondern sie werden über das reine Immobilienfinanzierungsgeschäft hinaus umfassende Finanzdienstleistungen der NORD/LB aus einer Hand erhalten.

 

 

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