Aktuelles/Immobilienfinanzierung

Immobilienklima gibt im September leicht nach

Liebe Leserin, lieber Leser,

das aktuelle Immobilienklima spiegelt die anhaltende Unsicherheit wider, die viele Marktteilnehmer derzeit empfinden. Trotz erster vereinzelter Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung sorgen geopolitische Spannungen, geowirtschaftliche Verschiebungen und strukturelle Herausforderungen weiterhin für Zurückhaltung im Markt.

Zwar werden an verschiedenen Stellen Maßnahmen angestoßen, doch viele Marktakteure vermissen weiterhin die großen strukturellen Reformen, die nachhaltige Wachstumsimpulse setzen könnten. Hinzu kommen Inflationssorgen und das daraus resultierende höhere Zinsniveau, das Investitionen und Finanzierungen weiterhin erschwert.

Diese Rahmenbedingungen wirken sich natürlich auch auf die Immobilienmärkte aus. Die Nachfrage vieler Unternehmen nach neuen Flächen bleibt verhalten, zugleich ist die Investitionsbereitschaft nach wie vor begrenzt. Erschwerend kommt hinzu, dass regulatorische Anforderungen in der Immobilienfinanzierung zunehmend auf die Kreditvergabe durchschlagen. Dies führt zu mehr Komplexität, weiteren Hürden und steigenden Finanzierungskosten.

Positive Signale sind durchaus erkennbar, allerdings bislang nur punktuell. Gerade deshalb kommt dem persönlichen Austausch eine besondere Bedeutung zu. Die Expo Real in München bietet hierfür eine hervorragende Plattform. Ich hoffe, dass die zahlreichen Gespräche und Begegnungen dazu beitragen, neue Ideen zu entwickeln, Lösungsansätze zu diskutieren und die aktuellen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Besuchen Sie uns gern in Halle C1, Stand 312.

Als Finanzierungspartner stehen wir bereit, unsere Kunden in diesem anspruchsvollen Umfeld zu begleiten. Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig vertrauensvolle Partnerschaften, Kreativität und pragmatische Lösungen sind. Oder, wie man in Bayern sagt: Pack ma’s an mitanand! Denn nur gemeinsam werden wir die aktuellen Herausforderungen erfolgreich bewältigen.

Ihr

Harald Nolterieke
Leiter Geschäftsstelle München
Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance

 

Immobilienklima gibt im September leicht nach

Das Deutsche Hypo Immobilienklima hat im September 2026 erneut leicht nachgegeben. In der 225. Monatsbefragung unter rund 1.000 Immobilienexpertinnen und -experten sank der Index gegenüber August um 1,1 % auf 80,5 Punkte. Damit liegt er 16,6 % unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Auch die beiden Teilindizes entwickelten sich leicht rückläufig: Das Ertragsklima sank um 0,6 % auf 86,6 Punkte, das Investmentklima um 1,7 % auf 74,6 Punkte. Im Vorjahresvergleich fällt der Rückgang weiterhin deutlich aus. Das Investmentklima liegt 20,5 % unter dem Vorjahreswert, das Ertragsklima 12,7 % darunter.

 

Unterschiedliche Entwicklung in den Segmenten

Die einzelnen Segmente entwickelten sich im September unterschiedlich: Während sich das Handels- und das Logistikklima verbesserten, gaben das Büro-, Wohn- und Hotelklima gegenüber dem Vormonat nach.

Den stärksten Anstieg verzeichnete das Handelsklima mit einem Plus von 4,0 % auf 67,8 Punkte. Auch das Logistikklima legte zu und stieg um 2,9 % auf 98,5 Punkte. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete das Hotelklima mit einem Minus von 5,4 % auf 90,4 Punkte. Das Wohnklima sank um 3,7 % auf 125,6 Punkte, blieb jedoch das stärkste Segment. Das Büroklima gab um 2,4 % auf 64,5 Punkte nach.

 

Zahlen des Monats

  • 80,5 Punkte: Immobilienklima gibt erneut leicht nach
  • +4,0 %: Handelsklima mit stärkstem Zuwachs
  • -5,4 %: Hotelklima mit deutlichstem Rückgang
  • 74,6 Punkte: Investmentklima bleibt verhalten

 

Den detaillierten Bericht zum Deutsche Hypo Immobilienklima finden Sie hier:  Deutsche Hypo-Immobilienklima